TUD

Institut für Automatisierungstechnik

Richtlinie für den Inhalt einer Studien- und Diplomarbeit

Einleitung

  • Motivation, Einordnung der Aufgabenstellung

Stand der Technik

  • Auswertung nationaler und internationaler Literatur auf dem relevanten Fachgebiet
  • kritische Bewertung der Inhalte (z.B. bei unterschiedlichen Definitionen, Aussagen, denen der Autor der DA kritisch gegenüber steht, usw.)
  • ggf. Ableitung des eigenen Themas aus erkannten Defiziten

Formulieren von Nutzeranforderungen

  • Nutzeranforderungen konkretisieren die Aufgabenstellung, Grundlage sollte die Gliederung sein z.B. nach IEEE
  • ausgehend von IEEE sind fuer Studien-, Diplom- und Masterarbeiten im Allgemeinen Aussagen zu folgenden Punkten ausreichend:
    • kurze Darstellung des Produktzieles (Umfang ca. 3-5 Zeilen)
    • Beschreibung der Produktumgebung (z.B. welche SW- oder HW-Umgebung ist vorhanden und zu berücksichtigen, welche Schnittstellen sind dafür einzuhalten)
    • Beschreibung der zukünftigen Benutzer des zu entwickelnden Produktes (Nutzer in welchen Rollen sollen das Produkt benutzen, sind ggf. unterschiedliche Kenntnisse, Zugangsvoraussetzungen oder Bedienrechte zu beachten)
    • nummerierte Auflistung funktionaler Anforderungen (Funktionen, die das zukünftige Produkt ausführen soll)
    • nummerierte Auflistung nichtfunktionaler Anforderungen (z.B. zu nutzende Entwicklungswerkzeuge, Programmiersprachen, einzuhaltende Normen, Echtzeitbedingungen usw. )
    • zusätzlich zur verbalen Beschreibung soll eine Darstellung als Kontextdiagramm nach strukturierter Analyse oder als Anwendungsfall-Diagramm nach UML erfolgen 
    • beachten der Qualitätsmerkmale auf Folie 5 des Dokumentes

Entwurf

  • Grundlage für alle Entwurfsentscheidungen sind die Nutzeranforderungen oder daraus abgeleitete Systemanforderungen
  • abgeleitete Systemanforderungen referenzieren die zu Grunde liegenden Nutzeranforderungen (z.B. wegen geforderter Webanwendung ist Gliederung in Webserver und Webclient erforderlich);
  • Dekomposition der Funktionalität des geplanten Produktes in überschaubare Einheiten (z.B. HW- oder SW-Pakete, Algorithmen)
  • Vorgehen und Beschreibung nach Vorgaben der Strukturierten Analyse oder nach UML
  • Benennen von Entwurfvarianten (Variante A: Vorteile, Nachteile)
  • begründete Entscheidung für eine der vorgestellten Varianten anhand von Nutzer- oder der daraus abgeleiteten Systemanforderungen
  • falls erforderlich, Überarbeiten der Nutzeranforderungen ggf. in mehreren Iterationszyklen

Implementierung

  • Referenzierung auf die im Entwurf dekomponierten Klassen, Komponenten oder Algorithmen
  • Beschreibung der Implementierung (Programmiersprache, Programmstrukturen, HW-Details, usw.) 
  • Diskussion von möglichen Implementierungsvarianten (Vorgehen wie im Entwurf)

Validierung

  • Auswahl und Beschreibung der Testumgebung und der zu wählenden bzw. gewählten Testbedingungen
  • Beschreibung der Ergebnisse
  • Darstellung des Erfüllungsstandes der Nutzeranforderungen (welche Nutzeranforderungen wurden vollständig erfüllt. Im Falle von teilweise oder nicht erfüllten Anforderungen ist eine Begründung erfoderlich.)

Zusammenfassung/Ausblick

  • zusammenfassende Darstellung des Entwicklungsprozesses, der Ergebnisse und Erfahrungen
  • Darstellung von Defiziten - Anregungen für folgende Arbeiten
Stand: 14.09.2016 15:02
Autor: Webmaster IFA