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Diplomstudiengang Mechatronik ab 2010

Mechatronik - Das Dresdner Studiengangsmodell

Gesucht werden Menschen, die:

  • in Funktionen statt in Komponenten denken (z. B. sicheres Fahren statt Bremse, ESP, Abstandssensor usw.)
  • über fachübergreifendes Wissen verfügen.

Die Mechatronik ist daher ideal für angehende Ingenieure, die an der Schnittstelle zwischen den Disziplinen arbeiten wollen und Einblicke in verschiedene Richtungen erhalten wollen. Inhaltlich ist der Studiengang Mechatronik deshalb durch eine enge Verzahnung der Fachdisziplinen Elektrotechnik, Maschinenbau und Verkehrswissenschaften geprägt. In Dresden können Sie Mechatronik als eigenständigen Diplomstudiengang mit einem speziell dafür zusammengestellten Fächerkatalog studieren !

Im Hauptstudium wird ein hohes wissenschaftliches Ausbildungsniveau durch einen methodenorientierten Pflichtteil sichergestellt. Zur individuellen fachlichen Vertiefung wird ein modernes Modulkonzept angeboten, das einen hohen Wahlanteil in international anerkannten Kompetenzfeldern der beteiligten Institute ermöglicht: Methoden, Technologien sowie Anwendungen der Fahrzeugtechnik, Luft- und Raumfahrt, Robotik, Antriebstechnik, Mikrosystemtechnik,  Informationstechnik, Feinwerktechnik, Medizintechnik, Produktions- und Bearbeitungstechnik, Prozess- und Automatisierungstechnik.

Die abschließenden wissenschaftlichen Arbeiten können in enger Kooperation mit renommierten industriellen Partnern der TU Dresden durchgeführt werden.

Das forschungsorientierte Lehrkonzept zeichnet sich neben der Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse durch eine Reihe völlig neu konzipierter Lehrveranstaltungen unter Nutzung moderner Medien aus.

Studiendokumente: Studien- und Prüfungsordnung sowie die Modulbeschreibungen finden Sie hier.

--> Video zum Einführungsprojekt MECHATRONIK

Grundstudium

Mit dem einheitlichen Grundstudium werden den Studierenden das für die weitere Ausbildung notwendige Rüstzeug und die zum Verständnis der Mechatronik erforderlichen mathematisch-naturwissenschaftlichen, systemtheoretischen und technischen Grundlagen vermittelt. Dabei werden die Schwerpunkte aus den Studiengängen Maschinenbau und Elektrotechnik miteinander verknüpft.

Im neuen Grundstudium ist das bewährte Konzept des Diplomstudiums gemäß den den Vorgaben der Bologna-Reform weiter entwickelt. Der Studienablaufplan des Grundstudiums umfasst Module im Umfang von 120 Leistungspunkten (LP) und ist so aufgebaut, dass der Abschluss mit der Diplom-Vorprüfung bis zum Ende des vierten Fachsemesters erreicht werden kann. Über die bestandene Diplom-Vorprüfung erhält der Student ein Zeugnis.

Die vorgenommenen Veränderungen zielten auf

  • eine verbesserte Anpassung des Curriculums an unterschiedliche Wege in der schulischen und beruflichen Vorbildung, 
  • auf eine stärkere Einbindung praktischer Tätigkeiten in den Studienprozess zur Entwicklung der berufspraktischen Fähigkeiten
  • eine qualifizierte Orientierung im ersten Studienjahr (Orientierungsjahr) und die Verbesserung der Studierbarkeit insgesamt.

Die konsequente Modularisierung sichert für den Studierenden eine frühzeitige Rückkopplung über den Leistungsstand (studienbegleitende Prüfungen). Sie ermöglicht die Mobilität der Studierenden. Durch zusätzliche Maßnahmen wird speziell im Orientierungsjahr eine intensive Betreuung gesichert, die den Übergang zum Studium erleichtert.

Lehrgebiete des Grundstudiums (1. bis 4. Semester)

Mathematik 
Physik 
Informatik 
Einführungsprojekt Mechatronik 
Geräteentwicklung  
Konstruktion und Fertigungstechnik 
Elektrotechnik 
Dynamische Netzwerke 
Elektroenergietechnik 
Automatisierungs- und Messtechnik 
Systemtheorie 
Schaltungstechnik 
Werkstoffe / Technische Mechanik 
Grundlagen der Kinematik und Kinetik 
Technische Mechanik - Vertiefung 

Hauptstudium

Das Hauptstudium umfasst Module im Umfang von 150 LP, wovon auf die Pflichtmodule 96 LP entfallen. Die Pflichtmodule bilden die allgemeine Grundlage für das Hauptstudium und liegen im 5. und 6. Semester. Die Wahlpflichtmodule sind inhaltlich in die beiden Gruppen "Methoden" und "Anwendungen" geteilt, wovon jeweils 28 LP nachgewiesen werden müssen. Zusätzlich ist ein Oberseminar im Umfang von 2 LP zu belegen.

Die Studienarbeit wird studienbegleitend in der Regel im 8. Semester angefertigt. Die Prüfungsleistung geht in die Diplomnote mit ein.

Das Modul Berufspraktikum im 7. Fachsemester umfasst ein Grundpraktikum über 6 Wochen und das Fachpraktikum über 20 Wochen, wobei das Grundpraktikum möglichst vor Studienbeginn absolviert werden sollte. Ein Praktikum im Ausland wird ausdrücklich empfohlen.

Allgemeine und ingenieurspezifische Qualifikationen sowie Fremdsprachen sind im Umfang von 14 LP zu erwerben. Hierbei sollen vor allem Lehrveranstaltungen aus den Fachgebieten Wirtschaftswissenschaften, Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz, Arbeits- und Patentrecht, Umwelttechnik und Umweltschutz sowie Arbeits- und Sozialwissenschaften berücksichtigt werden.

In der Diplomarbeit soll der Diplomand zeigen, dass er in der Lage ist, ein Problem der Mechatronik selbstständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Sie kann erst begonnen werden, wenn alle anderen in der Diplomprüfungsordnung geforderten Studien- und Prüfungsleistungen vorliegen. 

Studienablaufplan Pflichtfächer

Fach 
LP 
5. Sem.
V Ü P /SWS 
6. Sem.
V Ü P /SWS 
Feldtheorie 
 
2 2 0 
Numerische Methoden/ Systemdynamik mechanischer Systeme 
4 2 0 
0 0 1 
Mess- und Sensortechnik/Aktorik 
2 1 0  
2 0 2 
Leistungselektronik 
2 1 0 
 
Regelungstechnik und Ereignisdiskrete Systeme 
5 2 0 
0 0 1 
Mikrorechentechnik /Embedded Controller 
10 
2 0 1 
3 0 3 

Wahlpflichtmodule

Jeder Studierende muss jeweils zwei Modulpfade aus dem Angebot an "Methoden" und "Anwendungen" belegen. Ein Modulpfad besteht aus einem Basis- und einem Vertiefungsmodul á 7 LP, wobei jedes Modul ein Praktikum (Labor, Komplexpraktikum, Projekt) enthält. Das Angebot an Wahlpflichtmodulen kann in Abhängigkeit von der technischen Entwicklung aktualisiert werden.

Gruppe "Methoden" *) 
Gruppe "Anwendungen" *) 
(1) Mehrkörpersysteme 
(1) Kraftfahrzeugtechnik 
(2) Hydraulik/Pneumatik 
(2) Schienenfahrzeugtechnik 
(3) Maschinenkonstruktion 
(3) Verbrennungsmotoren 
(4) Regelung/Steuerung 
(4) Bewegungssteuerung 
(5) Elektrische Antriebstechnik 
(5) Luft- und Raumfahrttechnik 
(6) Prozessinformationsverarbeitung 
(6) Mobile Arbeitsmaschinen 
(7) Entwurfstechniken 
(7) Bewegungsgeführte Maschinensysteme 
 
(8) Robotik 
 
(9) Spezielle Fertigungsmethoden 
 
(10) Feinwerktechnik 
 
(11) Biomedizinische Technik 
 
(12) Mikro-Elektro-Mechanische Systeme 
 
(13) Sensoren und Messsysteme 
 
 
*) jeweils Grundlagen- und Vertiefungsmodul 
 

Wahlpflichtprofile

Grundsätzlich besteht eine freie Wahlmöglichkeit der Wahlpflichtmodule (WPF-Module), d.h. 2-aus-7 Methodensträngen, 2-aus-12 Anwendungssträngen. Durch die daraus entstehende sehr große Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten kann jedoch nicht mehr eine überlappungsfreie Stundenplanung der verschiedenen Lehrveranstaltungen garantiert werden. Aus diesem Grund werden den Studenten bestimmte Modulkombinationen in Form sogenannter Wahlpflichtfachprofile (WPF-Profile) empfohlen, die auf typische Industriebranchen bzw. Produktfamilien ausgerichtet sind. Für diese Profile ist eine weitestgehend überlappungsfreie Stundenplanung angestrebt. Nach wie vor ist natürlich auch eine individuelle Kombination von WPF-Modulen möglich. 

(Anmerkung: Die hier angegebene Wahlprofile dienen lediglich der Orientierung. Die Empfehlung wird zu gegebener Zeit an das jeweils aktuelle Angebot an Wahlpflichtmodulen angepasst.)

Oberseminar

Diplomprüfungsvoraussetzung
Als fachliche Voraussetzung für die Zulassung zur Diplomprüfung bzw. für die Ausgabe des Themas der Diplomarbeit ist ein Oberseminar im Umfang von 2 LP mit einer Prüfungsleistung abzuschließen.

Inhaltliche Zielstellung
Eigenständiges Erarbeiten von bekannten wissenschaftlichen Inhalten auf der Basis von Literaturstudium (in der Regel aktuelle Zeitschriftenartikel, bevorzugt aus internationalen Zeitschriften) und Darstellung der Ergebnisse in Form einer schriftlichen Kurzarbeit und mündliche Präsentation.
Die Inhalte sollten sich vom Niveau her an den Fächern des Hauptstudiums orientieren ("Ober"-Seminar) und vorbereitend für Studien- und Diplomarbeiten sein.
In der Regel wird dazu ein weiter gefasstes Oberthema durch eine Anzahl von Einzelthemen untersetzt und somit von verschiedenen  Seiten beleuchtet.

Durchführung (empfohlen)

  • Facheinführung durch den/die Dozenten zum Oberthema
  • Ausgabe der Themen an die Studenten
  • Eigenständige Ausarbeitung durch die Studenten
  • Präsentation (Vortrag) und Diskussion der Ergebnisse zu den Einzelthemen.

Angebote
Oberseminare werden unter Verantwortung der am Studiengang beteiligten Fakultäten/Institute/Professuren angeboten. Das Angebot wechselt in der Regel für jedes Semester, um kurzfristig wissenschaftlich aktuelle Themengebiete behandeln zu können. Die Studierenden werden deshalb gebeten, sich über das aktuelle Angebot bei den beteiligten Instituten (Aushänge, Internet) zu informieren.

Auswahl



Mechatronik Tag

--> Hier finden Sie Informationen zum jährlich stattfindenden Mechatronik Tag.

Stand: 10.05.2012 17:49
Autor: Dr. Hellmut Leuterer